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Glossar

Abfertigung NEU:

Gilt für alle nach dem 31. Dezember 2002 begonnenen Dienstverhältnisse.

Anlegerentschädigung:

Ergänzend zur gesetzlich vorgeschriebenen Bruttokapitalgarantie der Vorsorgekasse ist jeder einzelne Anwartschaftsberechtigte über die Anlegerentschädigung abgesichert. Die VBV – Vorsorgekasse AG unterliegt als österreichische Bank uneingeschränkt den österreichischen Bestimmungen zur Anlegerentschädigung (§§ 93 ff BWG). Die VBV - Vorsorgekasse AG ist Mitglied bei der gesetzlichen Sicherungseinrichtung der Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH. Die Abfertigungsanwartschaft oder die Anwartschaft auf eine Selbständigenvorsorge des einzelnen Anwartschaftsberechtigten ist dadurch mit einem Höchstbetrag von 20.000 Euro gesichert.

>> AUSZUG AUS DEM BWG §§ 93 ff und § 103h

Siehe auch „Einlagensicherung“.

Anwartschaft:

Ihr Anspruch als Dienstnehmer oder Selbständiger in der Betrieblichen Vorsorge. Er besteht aus den eingezahlten Beiträgen und/oder einer übertragenen Abfertigung. Dieser Betrag erhöht sich um die Ergebnisse der Veranlagung.

Anwartschaftsberechtigter (AWB):

Dienstnehmer oder Selbständiger im System der Betrieblichen Vorsorge, für den Beiträge in eine Vorsorgekasse einbezahlt werden.

Beitragsgrundlage:

Betrag von dem der Träger der Sozialversicherung Ihre Beiträge zu Kranken- Unfall- und Pensionversicherung errechnet. Die Höchstbeitragsgrundlage für das Jahr 2012 beträgt € 59,220.–

Beitragskonto:

Dort liegen Ihre Beiträge zur Betrieblichen Vorsorge.

Betriebliches Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG):

Gesetzliche Grundlage des Modells der Betrieblichen Vorsorge.

Betriebliche Vorsorgekasse (BVK):

Betriebliche Vorsorgekassen verwalten die Beiträge zu Mitarbeitervorsorge und Selbständigenvorsorge. Rechtlich gilt eine BVK als Bank und unterliegt dem Bankwesengesetz. Kontrolliert wird sie durch Finanzmarktaufsicht (FMA) und Österreichische Nationalbank (OeNB).

Bruttokapitalgarantie:

Sie erhalten mindestens die Summe aller bezahlten Beiträge. Diese Garantie wird durch § 24 BMSVG geregelt.

Corporate Social Responsibility (CSR):

Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Dieses werteorientierte Managementsystem liefert Unternehmen die Grundlage um auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Tätigkeit zu integrieren.

Einlagensicherung:

Die VBV – Vorsorgekasse AG ist Mitglied der Einlagensicherung der Banken und Bankiers. Dadurch sind Ihre Guthaben abgesichert. Weitere Informationen finden Sie auf
www.einlagensicherung.at.

Fiktiver Gesamtanspruch:

Der bis zu einem bestimmten Stichtag erworbene Abfertigungsanspruch im alten Abfertigungssystem. Fiktiv deshalb, da der tatsächliche Anspruch auf Abfertigung abhängig ist von der Art der Beendigung des Dienstverhältnisses.

Finanzmarktaufsicht (FMA):

Unabhängige und weisungsfreie Aufsichtsbehörde für den Finanzmarkt Österreichs.

Kontoinformation:

Diese wird Ihnen einmal jährlich an Ihre Privatadresse zum Stichtag 31. Dezember des Vorjahres zugesandt. Sie enthält sämtliche Beiträge, eine detaillierte Kostenaufstellung und das zugewiesene Veranlagungsergebnis bis zu diesem Stichtag.
Ausnahme: sollte Ihr Konto seit mehr als 12 Monaten beitragsfrei und die Kontobewegung unter 30 € seit der letzten zugestellten Kontoinformation sein, erhalten Sie nur jedes dritte Jahr die Kontoinformation zugesandt.

Nachlass:

Das gesamte Vermögen eines Verstorbenen bzw. seine Erbschaft. Die Erben erwerben den Nachlass nicht automatisch, sondern nur durch ein gerichtliches Verfahren (Verlassenschaftsverfahren).

Rucksackprinzip:

Wenn Sie als Dienstnehmer selbst kündigen, haben Sie einen Abfertigungsanspruch. Die eingezahlten Beiträge werden aber nicht sofort ausbezahlt, sondern bleiben in der Vorsorgekasse. Diesen Anspruch nehmen Sie „im Rucksack“ mit. Erst bei einem Verfügungsanspruch können Sie über die Verwendung Ihrer Ansprüche entscheiden. Die VBV sendet Ihnen dann automatisch ein Schreiben mit allen Verfügungsmöglichkeiten zu.

Selbständigenvorsorge:

Steuerschonendes Vorsorgemodell. Gilt seit 01.01.2008 verpflichtend für alle Selbständigen. Freiberuflich Selbständige können dieses Modell freiwillig nutzen.

Sozialpartner:

Österreich verfügt über ein besonders ausgeprägtes System der freiwilligen Zusammenarbeit der Interessenverbände. Die vier großen Verbände sind Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB), Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Bundesarbeitskammer (BAK) und Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs.

SVA:

Die Sozialversicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft (SVA) ist zuständig für die Kranken- und Pensionsversicherung von Unternehmern und Selbständigen. Die SVA führt bundesweit die Krankenversicherung und die Pensionsversicherung der Gewerbetreibenden und freiberuflich selbständig Erwerbstätigen durch. Sie ist somit das Gegenstück der Gebietskrankenkasse.

Übertragung:

Sie können von Abfertigung ALT in Abfertigung NEU wechseln.

Verfügungsanspruch:

Die Möglichkeit über Ansprüche aus der Betrieblichen Vorsorge zu verfügen. Die entsprechenden Daten werden vom Dienstgeber über den Krankenversicherungsträger an die Vorsorgekasse weitergeleitet. Sie werden von der Vorsorgekasse automatisch über Ihren Verfügungsanspruch informiert.

Zuweisungsverfahren:

Es gilt für Unternehmen/Selbständige, die sechs Monate nach Einstellung des ersten Dienstnehmers bzw. nach Beginn der selbständigen Tätigkeit noch keine Betriebliche Vorsorgekasse ausgewählt haben. Sie werden dann schriftlich aufgefordert, das innerhalb von drei Monaten nachzuholen. Verstreicht auch diese Frist ohne Auswahl einer Betrieblichen Vorsorgekasse, wird das Unternehmen/der Selbständige einer Vorsorgekasse zugewiesen.

>> § 27a. BMSVG