ich freue mich, Ihnen die dritte Ausgabe unseres Newsletters im heurigen Jahr präsentieren zu dürfen.
Erlauben Sie mir zu Beginn ein paar einleitende Worte zur aktuellen Situation:
Auch im dritten Quartal 2011 kam es zu keiner Beruhigung an den internationalen Finanzmärkten. Im Gegenteil: Die negativen Entwicklungen der Vorperioden haben sich dynamisiert fortgesetzt. Wurden bisher vor allem europäische Peripherieländer wie Griechenland, Portugal und Irland als kritisch beurteilt, haben sich die Befürchtungen einer weiteren Verschärfung der Finanzkrise bestätigt. Sowohl Spanien, Italien und selbst die USA wurden durch Ratingagenturen zurückgestuft, was die Unsicherheit an den Finanzmärkten zusätzlich verstärkt hat. Der Druck auf die kritisierten Staaten erhöht sich laufend. Die Umsetzung umfangreicher Sparbemühungen wird in einem konjunkturellen Umfeld, welches im 2. Halbjahr 2011 deutlich an Dynamik verliert, noch zusätzlich erschwert. Selbst Österreich wird entsprechende Sparmaßnahmen vorlegen müssen, um den begehrten Triple A Status und die damit dokumentierte höchste Bonität zu bestätigen und auch für die Zukunft zu sichern und aufrecht zu erhalten. Nur eines gilt in dieser von zunehmender Unsicherheit geprägten Zeit als sicher: Die Schuldenkrise wird uns wohl noch einige Jahre begleiten, auch weil noch keine effektiven Ansätze zur Lösung festzustellen sind.
Unsere Positionierung bleibt in diesem schwierigen Umfeld nach wie vor unverändert: In Marktphasen, in denen politische Entscheidungen die internationalen Finanzmärkte beeinflussen und belasten, erscheint es uns im Sinne der Sicherheit besonders wichtig, das Portfolio durch breite Streuung möglichst neutral auszurichten und Ruhe zu bewahren.
Seit Unternehmensgründung achten wir darauf, in unserer Veranlagung
ökonomische, soziale, ethische und ökologische Grundsätze konsequent in Einklang
zu bringen. Durch die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien erlangte die
VBV – Vorsorgekasse auch heuer wieder mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise
das EMAS - Zertifikat für freiwilliges Umweltmanagement. Im Wettbewerb mit
anderen Vorsorgekassen ist es uns gelungen, den ÖGUT "Gold-Standard" zu
erreichen. Und für unseren integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht
wurden wir erst kürzlich im Rahmen des Austrian Sustainability Reporting Award
(ASRA) zum fünften Mal in Folge durch die Kammer der Wirtschaftstreuhänder und
das Lebensministerium prämiert. Innerhalb der gesamten Vorsorgebranche ist die
VBV somit das einzige Unternehmen, dem für die besonders transparente
Berichterstattung diese hohe Anerkennung ausgesprochen wurde.
Mit den besten Wünschen, Ihr
KR Heinz Behacker
Vorstandsvorsitzender
Im ersten Halbjahr 2011 wurde mit 12.417 Unternehmen bzw. Selbständigen ein neuer Beitrittsvertrag abgeschlossen (+5,22% seit Jahresbeginn). Somit stehen bereits über eine viertel Million Unternehmen in einer erfolgreichen Geschäftsbeziehung mit der VBV. Das erfreuliche Wachstum zeigt sich auch bei der Anzahl der Personen: bereits 1.930.722 unselbständig und selbständig Beschäftigte haben zum Halbjahr 2011 ihr Vorsorge-Konto bei der VBV – Vorsorgekasse.
| Performance in %: | 30.9. 2011 ytd | 3J. absolut | 3J. p.a. | 5J.absolut | 5J.p.a. |
| VBV | -0,62 | 4,53 | 1,49 | 9,20 | 1,78 |
| Branche | -0,25 | 5,69 | 1,86 | 7,57 | 1,47 |
Die amerikanische und europäische Schuldenkrise halten die Welt der Veranlagung weiterhin in Atem:
Bis zum 30.09.2011 wurde der Rentenanteil von 55,4% (per Ende 2010) auf 50,8% des Gesamtportfolios reduziert, mit Fokus auf europäische Kernländer und rohstoffstarke Nationen.
Der weitgehend "kursstabile Block" der Veranlagung, der sich im Wesentlichen aus dem Cash-Anteil, kurzfristigen Geldmarktinvestitionen, Darlehen, Immobilien und "Held to maturity"- Investments zusammensetzt, wurde von 30% (per Ende 2010) auf 37,7% des Veranlagungsvolumens ausgebaut.
Der Aktienanteil wurde auf 5,6% reduziert, der Rest setzt sich zu Ende des 3. Quartals aus einer Beimischung alternativer Investments zusammen.
Nachdem es den Vereinigten Staaten nun lange Zeit gelungen ist, durch gezielte politische PR das Augenmerk fast ausschliesslich auf die Probleme Europas zu lenken, belastet nun auch die Zuspitzung des US-Schuldenstreits die Kurse der Weltbörsen. Im Kampf gegen die wachsenden Staatsschulden finden die US-Parteien vor der Präsidentenwahl offensichtlich keine gemeinsame Linie mehr. Darüber hinaus sorgt der konjunkturelle Rückgang in Asien für eine weitere Stimmungseintrübung. Eine globale Flut schlechter Wirtschaftsnachrichten von China über Singapur bis Deutschland belastet die Märkte.
Im Anleihenbereich wird der Druck auf die EZB immer größer, durch Stützungskäufe die rasante Zinsentwicklung in den von der Schuldenkrise am schwersten getroffenen Ländern einzudämmen. Eine Maßnahme, die zwar kurzfristig beruhigen könnte, mittel- bis langfristig aber auch keine Lösung sein kann.
Wie schon zuletzt erwähnt nehmen die Herausforderungen für institutionelle
Investoren konstant zu. In unserem Fokus bleiben daher weiterhin eine breite
Streuung, konservative Strategien und Absicherungen der Bestände in besonders
kritischen Marktphasen.
Die VBV – Vorsorgekasse wurde am 11. November im Haus der Industriellenvereinigung für Ihren integrierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2010 im Rahmen des Austrian Sustainability Reporting Award (ASRA) durch die Kammer der Wirtschaftstreuhänder und das Lebensministerium ausgezeichnet. Innerhalb der gesamten Vorsorgebranche ist die VBV das einzige Unternehmen, dem für diese besonders transparente Berichterstattung die hohe Anerkennung ausgesprochen wurde. Die Jury begründete die Auszeichnung mit der "bereits lang anhaltenden Auseinandersetzung mit nachhaltigem Investment und für 5 Jahre integrierten Bericht". Ein weiterer Aspekt war die "durchgängig im Unternehmen verankerte Nachhaltigkeit, welche als strategische Positionierung gelebt wird und die strukturierte Anwendung von Managementsystemen".