Veranlagungsberichte

3. Quartal 2018

Performance und Marktentwicklung

Marktrückblick 3. Quartal

Das 3. Quartal war an den Finanzmärkten einerseits durch sehr positive Konjunkturdaten insbesondere in den USA, andererseits aber  auch durch spezifische Themen einzelner Schwellenländer  gekennzeichnet. Zwei Ereignisse, deren zeitliches Aufeinandertreffen nicht so ungewöhnlich ist, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint.

Die mit Jahresanfang in Kraft getretene Steuerreform bescherte den USA das kräftigste Wirtschaftswachstum seit Jahren, wenn auch auf Kosten der Staatsfinanzen in Form eines deutlich ausgeweiteten Budgetdefizits. Mit 4,2% (annualisiert) wuchs die US-Wirtschaft im 2. Quartal so schnell wie zuletzt 2014. Im 3. Quartal wurde mit 3,5% (annualisiert) ein nur geringfügig niedrigerer Wert erzielt. Gleichzeitig fiel die Arbeitslosenrate auf den tiefsten Stand seit den 1960er Jahren. Das gab zwar US-Aktien Auftrieb, da die Unternehmen von der guten Konjunktur, sowie den gesunkenen Steuern profitieren, ließ aber die Angst vor höherer Inflation aufkommen. Tatsächlich erreichte  die US-Inflationsrate im Juni und Juli mit 2,9% den höchsten Stand seit 2012, auch wenn dies in erster Linie auf die in den letzten zwölf Monaten deutlich gestiegenen Ölpreise zurückzuführen ist, während der Preisdruck aus dem Arbeitsmarkt sich bislang noch sehr verhalten zeigt. Trotzdem sorgt sich die amerikanische Notenbank zunehmend hinsichtlich der Möglichkeit eines sich zu schnell beschleunigenden Inflationsanstiegs. Die Leitzinsen wurden nun bereits zum 8. Mal angehoben, während gleichzeitig der Abbau der aus den Anleihekäufen aufgeblähten US-Notenbankbilanz voranschreitet. Das bedeutet aber zunehmend steigende Finanzierungskosten für Dollar-Kredite. Die ersten „Opfer“ dieser beginnenden restriktiveren Geldpolitik sind jene Schwellenländer, die auf Grund eines stark negativen Außenhandels (hohes Leistungsbilanzdefizit) in hohem Maße von externen Geldflüssen abhängig sind. Dies sind besonders die Türkei und Argentinien, deren Währungen im Sommer deutlich unter Druck gerieten und stark abwerteten, wobei sich in den letzten Wochen in beiden Fällen eine Stabilisierung abzeichnete. Die auch in Zukunft weiter restriktiver werdende Geldpolitik wird in zunehmendem Ausmaß Geld von den Kapitalmärkten abziehen und damit deren  Anfälligkeit tendenziell  erhöhen.

Anders als in den USA trübte sich die konjunkturelle Lage in der Eurozone wieder etwas ein. Zum Quartalsende eskalierte  noch der Konflikt zwischen Italien und der EU, nachdem Italien im ersten Anlauf ein weit über den Höchstgrenzen liegendes Budgetdefizit für die nächsten Jahre festlegte. An den Kapitalmärkten sind aber sowohl bei Italien als auch in der BREXIT-Frage derzeit die Risiken eingepreist, wodurch im Falle positiver Überraschungen durchaus ein gewisses Aufwärtspotential besteht. Auf der Positivseite blieb dank der erwähnten guten Konjunkturlage ein Gewinn bei US-Aktien, sowie eine leichte Entspannung bei den Kreditaufschlägen der Unternehmensanleihen.

Veranlagung

Die Performance der VBV-Vorsorgekasse entwickelte sich im 3. Quartal weiter erfreulich. Wie bereits im 2. Quartal konnte die negative Performance des Jahresanfangs weiter abgebaut werden. Das kumulierte Ergebnis seit Jahresbeginn stieg auf -0,17% nach -0,33% im Vorquartal und entwickelte sich damit mit einer geringen Abweichung analog zum Durchschnitt der Vorsorgekassen (laut ÖKB, Durchschnitt der Vorsorgekassen -0,11%).  

Zum positiven Ergebnis im 3. Quartal haben vor allem die Aktienmärkte, insbesondere jene in den USA, beigetragen. Durch eine Steuerung der Zinsänderungsrisiken konnten die Verluste in Folge der Zinsanstiege bei Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit guter Bonität begrenzt werden.

Performance
in %

*30.09.2018
ytd

*3J.
absolut

*5J.
absolut

*OeKB
Start
absolut

1.1.2004

*OeKB
Start
p.a.

1.1.2004

Seit
Gr
ündung
absolut

1.1.2003

Seit
Gr
ündung
p.a.

1.1.2003

VBV

- 0,17

5,22

11,81

47,92

2,69

54,14

2,79

Branche

- 0,11

5,29

10,99

43,78

2,49

48,97

2,56

Marktentwicklung

  Stand per 28.09.2018 Wert Ultimo 2017 Performance laufendes Jahr
       
EURIBOR (3 Monate) -0,32% -0,33% 0,01%
       
1-jährige Österreichische Staatsanleihen -0,59% -0,61% 0,02%
5-jährige Österreichische Staatsanleihen 0,00% -0,13% 0,13%
10-jährige Österreichische Staatsanleihen 0,67% 0,56% 0,11%
       
MSCI World ESG 130,83 126,61 3,33%
S&P 500 2.913,98 2.673,61 8,99%
Euro Stoxx 50 3.399,20 3.503,96 -2,99%
VÖNIX* 1.273,66 1.252,07 1,72%
       
EUR/USD 1,16 1,20 -3,33%
Gold 1.190,88 1.302,80 -8,59%
Öl (Brent) 82,72 66,87 23,70%

* Nachhaltigkeitsindex Österreichischer Unternehmen (https://www.wienerborse.at/indizes/aktuelle-indexwerte/uebersicht/?ISIN=AT0000496906&market=wbag&typo3=0&news=0&products=1&ID_NOTATION=21919814)

 

 

ESG-Reporting

Aktiendachfonds: ESG Factsheet

Aktiendachfonds: Top Holdings

Rentendachfonds: ESG Factsheet

Rentendachfonds: Top Holdings

 

Veranlagungsberichte Download

Veranlagung und Marktentwicklung 2018 Q2 (PDF 136 KB)

Veranlagung und Marktentwicklung 2018 Q1 (PDF 121 KB)

Veranlagung und Marktentwicklung 2017 Q4 (PDF 162 KB)

Veranlagung und Marktenwicklung 2017 Q3 (PDF 336 KB)

Veranlagung und Marktentwicklung 2017 Q2 (PDF 107 KB)

Veranlagung und Marktenwicklung 2017 Q1 (PDF 291 KB)

Veranlagung und Marktenwicklung 2016 Q4 (PDF 291 KB)

Veranlagung und Marktenwicklung 2016 Q3 (PDF 189 KB)

Veranlagung und Marktenwicklung 2016 Q2 (PDF 136 KB)

Veranlagung und Marktenwicklung 2016 Q1 (PDF 163 KB)